Was unterscheidet Power Automate von normalen Outlook-Regeln?
Outlook-Regeln laufen nur in einem Postfach und sortieren E-Mails. Power Automate läuft in der Microsoft-Cloud, kennt über 1.000 Systeme (SharePoint, Teams, Dynamics, SAP, DATEV, SQL) und kann ganze Prozesse abbilden: Daten lesen, Genehmigungen einholen, Dateien erzeugen, in andere Systeme schreiben. Outlook-Regeln verschieben — Power Automate handelt.
Brauche ich für Power Automate Programmierkenntnisse?
Nein. Power Automate ist Low-Code: ihr klickt Schritte zusammen, wählt Trigger und Aktionen aus einer Liste. Wer Excel-Formeln versteht, kommt klar. Komplexere Flows (Schleifen, Fehlerbehandlung, eigene Konnektoren) bauen wir und übergeben sauber dokumentiert. Wartet danach euer Team — oder wir über den Wartungsvertrag.
Welche Power-Automate-Lizenz brauche ich wirklich?
In jeder M365 Business- oder Enterprise-Lizenz sind Standard-Konnektoren bereits enthalten — damit deckt ihr 70 % der Use Cases ab. Premium braucht ihr nur für Konnektoren wie SAP, Salesforce, Oracle, HTTP-Anfragen oder Dataverse. Aktuelle Preise: 4 €/Nutzer/Monat (Premium pro Flow) bzw. 16,50 €/Nutzer/Monat (Power Automate Premium). Wir prüfen das vor dem Kauf.
Wie sicher sind Power-Automate-Flows? Wer kann mitlesen?
Flows laufen in eurem M365-Tenant, in europäischen Microsoft-Rechenzentren, DSGVO-konform. Niemand außerhalb eurer Organisation sieht die Daten. Admin und Flow-Owner sehen die Lauf-Historie. Mit DLP-Policies sperrt ihr riskante Konnektor-Kombinationen (z.B. Firmen-Daten nach Twitter). Wir richten Governance so ein, dass Flows nicht ungewollt Daten verteilen.
Was passiert mit meinen Flows, wenn der Mitarbeiter geht, der sie gebaut hat?
Wenn sauber aufgesetzt: nichts. Wir bauen Flows von Anfang an auf Service-Accounts und mit Co-Owner, nicht auf eine Person. Account wird beim Austritt nicht gelöscht, Flow läuft weiter. Wenn ein Flow nur auf einer Mitarbeiter-Lizenz hängt, kann er beim Austritt stoppen — das ist der Klassiker, den wir bei Neukunden ständig aufräumen.
Kann Power Automate auch ältere Systeme (z.B. lokales SQL, Legacy-Software) einbinden?
Ja. Für lokale Systeme (SQL Server, Fileshares, Legacy-ERPs) gibt es das On-Premises Data Gateway — eine kleine Brücke zwischen eurem Netzwerk und der Cloud. Für reine Desktop-Software ohne API nehmen wir Power Automate Desktop (RPA): das klickt sich durch die Software wie ein Mitarbeiter. Selten-Beispiel: Daten aus Sage 50 nach Dynamics übertragen — beides geht.
Wann ist Power Automate Premium nötig?
Premium braucht ihr in drei Fällen: 1) Premium-Konnektor (SAP, Salesforce, DATEV, eigene API per HTTP). 2) Power Automate Desktop für RPA. 3) Dataverse als Datenbasis. Reine M365-Workflows (SharePoint, Teams, Outlook, Forms, Excel) laufen mit Standard. Faustregel: wenn jemand „SAP“ oder „SQL-Server“ sagt, wird es Premium.
Wie unterscheidet sich Power Automate Cloud von Power Automate Desktop (RPA)?
Power Automate Cloud verbindet Systeme über APIs — schnell, stabil, läuft 24/7 in der Cloud. Power Automate Desktop ist RPA: ein Roboter, der auf einem Windows-PC die Software bedient, als wäre er ein Mensch. Klickt, tippt, kopiert. Nehmt Desktop nur, wenn ein System keine API hat — Cloud ist immer die bessere Wahl, wenn sie geht.
Kann ich Power-Automate-Flows später noch ändern?
Ja, jederzeit. Flows sind kein Black-Box-Code, sondern visuelle Schritte. Trigger ändern, Schritt einfügen, Bedingung anpassen — ein Stunden-Job, kein Wochen-Projekt. Was ihr nicht wollt: dass jede kleine Änderung wieder Beratungsstunden kostet. Deshalb bauen wir sauber und dokumentiert und schulen euer Team — oder übernehmen Pflege über den Wartungsvertrag.
Wie testet ihr die Flows vor dem Go-Live?
Drei Stufen: Wir bauen in einem separaten Test-Environment, lassen den Flow mit Beispieldaten laufen, simulieren Fehlerfälle (was, wenn die Genehmigung 5 Tage nicht beantwortet wird?). Dann Pilot mit einem kleinen Nutzerkreis für 1–2 Wochen. Erst dann Rollout. Bei kritischen Flows (z.B. Rechnungsfreigabe) zusätzlich Logging, damit ihr jeden Lauf nachvollziehen könnt.